Produktbilder besser mit einem Schatten, oder einer Spiegelung versehen?

Normalerweise, insbesondere bei Produktbildern, die neben dem Online Shop auch auf Amazon, oder eBay zum Einsatz kommen sollen, sind Schatten oder Spiegelungen eher unerwünscht. Nichts desto trotz können sie jedoch in Bildern auf der Webseite, oder auf Flyern durchaus erwünscht sein, da das Objekt auf diese Weise natürlicher und räumlicher erscheint.

Bei Objekt Spiegelungen und Schatten Effekten unterscheidet man zunächst erstmal grundsätzlich, ob diese real fotografiert wurden, oder später bei der Bildbearbeitung künstlich generiert wurden. Denn dies ist heutzutage mit den gängigen Software Lösungen für die Bildbearbeitung überhaupt kein Problem mehr.

Künstliche Schatten und Spiegelung

Am meisten trifft man auf den sogenannten einfachen Schlagschatten, welcher sehr einfach künstlich erzeugt werden kann.

Er wird praktisch in nahezu allen Printmedien und auch im Internet eingesetzt, damit ein freigestelltes Objekt nicht einfach „nur so“ im Raum schwebend wirkt.

Möchte man es noch etwas raffinierter und natürlicher haben, so kann man neben dem einfachen Schlagschatten einen doppelten Schlagschatten-Effekt anwenden, denn in einer normalen Situation hat ein fotografiertes Objekt nicht nur einen Körperschatten.

Eine künstliche Spiegelung kann ein Bild ebenfalls eleganter und komplexer erscheinen lassen und einen schönen Effekt für die Webseite bringen. Für viele Artikel ist dies auch relativ einfach möglich. Generell wird das Produktbild dabei an einer unteren festgelegten horizontalen Linie nach Unten gespiegelt. Allerdings muss das Objekt dabei sehr genau frontal fotografiert worden sein, denn sonst wirkt die Spiegelung unnatürlich. Für Artikel mit stärker gewölbten Stellflächen ist eine realistische Spiegelung praktisch nicht zu erzeugen, da der künstlich hervorgerufenen Effekt der Spiegelung immer auf einer geraden Bezugslinie aufbaut.

Echte Schatten und Spiegelungen

Völlig realistisch ist logischerweise das direkte Fotografieren mit Spiegelungen oder Schatten, denn da muss man nicht hinterher rumbasteln, sondern erhält den gewünschten Effekt sofort. Der Fotograf macht in diesem Fall zwei Mal ein deckungsgleiches Foto von dem Produkt, wobei die erste Aufnahme perfekt und sauber ausgeleuchtet wird. Beim zweiten Foto geht es dann darum, dass sich der Schatten möglichst deutlich abzeichnet. Bei der anschließenden Bildbearbeitung werden dann die beiden fotografierten Bilder miteinander kombiniert. Das Ergebnis ist dann ein perfekt ausgeleuchtetes Produktbild mit einem deutlich abgezeichneten Schattenwurf.

Um eine echte Spiegelung zu erzielen, wird das Objekt auf einen speziellen reflektierenden Untergrund gestellt und fotografiert. Hierbei ist wichtig, dass der Untergrund direkt an der Oberfläche reflektiert und nicht erst auf der Glasunterseite, wie dies bei gewöhnlichen Haushaltsspiegeln der Fall ist. Würde man so einen Spiegel benutzen, entstünde ein störender Versatz und das Bild wäre nicht zu gebrauchen.

Fazit

Ein Schatten, oder eine Spiegelung bringen Leben in ein Produktbild und lassen dieses natürlicher und ästhetischer erscheinen. Bei Produktbildern für den Onlineshop, oder Amazon sollte man jedoch darauf verzichten. Diese Art der Produktbilder mit Schatten oder Spiegelung eignen sich hervorragend für den Content Teil der Webseite oder für Printmedien.

Heutzutage gibt es zahlreiche Bildbearbeitungssoftware Lösungen, mit denen problemlos ein Schatten oder eine Spiegelung nachträglich eingefügt werden können.

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